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Samstag, 16. Juli 2011

so sieht das Haus ohne Gerüst aus

Nachdem am Donnerstag das Gerüst abgebaut worden ist, kann man nun zum ersten Mal das gesamte Haus ohne Hindernisse in seiner fast endgültigen Ansicht bewundern. Es fehlen nur noch einige Details, die weitgehend in Edelstahl gehalten sein werden: die Lamellen vor der Luftführung der Wärmepumpe, die Klingelplatte, der Briefkasten, die Hausnummer und einige Außenlampen.

Die Nordwest-Traufseite mit dem um 50 cm nach hinten versetzten Hauseingang. Links davon die Fenster von Gäste-WC und Garderobe, rechts davon das Gästezimmerfenster. Das große Dachfenster über dem Eingang wird Galerie und Treppenhaus erhellen.



Die Südost-Traufseite mit drei großen bodentiefen Fenstern. Das rechte gehört zur Küche, die anderen beiden zum Wohnzimmer. Das Dachfenster gehört zum Kinderbad.



Die Nordost-Giebelseite: das kleine Fenster im Erdgeschoss gehört zur Küche und befindet sich über der Arbeitsplatte, weshalb ein bodentiefes Fenster keinen Sinn machen würde. Daneben befindet sich die Tür zum HWR, und oben die drei Fenster für Schlafbereich, Ankleide und Bad.

+176 Tage: der Trockenbau geht voran

Gestern abend konnten wir uns davon überzeugen, dass die Trockenbauer ein gutes Stuck voran gekommen sind. Die Dachschrägen und Decken im Obergeschoss sind jetzt vollständig mit Gipskartonplatten verkleidet, nur das Innenfutter für das Dachfenster im Kinderbad fehlt noch. Auch die Leichtbauwand im Schlafzimmer ist gestern aufgestellt und verkleidet worden. Damit sieht der Schlafbereich (auch wegen der Dachschräge) deutlich kleiner aus als vorher, aber wir haben nun auf 13 qm nur noch das Bett und zwei Nachttische stehen und nicht wie bislang in unserer Wohnung auch noch zwei hohe Schränke, drei Kommoden und den Crosstrainer. Diese Möbel finden außer Sichtweite einen neuen Platz in der Ankleide, die dank der Leichtbauwand vom Schlafbereich abgetrennt ist.

Das linke Bild zeigt den Blick auf die alte Silberweide hinter unserem Haus, das rechte die Tür zur Galerie auf der einen Seite und den Durchgang zu Ankleide und Bad auf der anderen:


In der Ankleide finden rechts 2,5 m Schränke Platz und links die aufeinander gestellten Kommoden und davor der Crosstrainer. Hinten rechts sind die Flachkanäle für die Lüftung zu erkennen, die noch bis in den Spitzboden gezogen werden müssen. Das rechte Bild zeigt den Blick aus dem Bad heraus in Richtung Schlafbereich:


Das Galerie-Dachfenster ist jetzt ebenfalls verkleidet. Mal schauen, was für eine Einschubtreppe wir bekommen, denn der im rechten Bild erkennbare Ausschnitt ist deutlich kleiner als die vereinbarten 70x120 cm.


Die Sanitärhandwerker haben beim Herstellen des Mauerdurchbruchs vom HWR ins Gäste-WC einiges an Putz abgesprengt. Diese Stellen werden nicht komplett von der Gipskarton-Verkleidung des Abluftschlauchs verdeckt werden und müssen entsprechend wieder ausgebessert werden.


Außerdem ist uns aufgefallen, dass die Wärmepumpe nicht nur viel zu weit in den Raum hinein steht, sondern auch schief. Das ist uns mit bloßem Auge aufgefallen und ließ sich mit der Wasserwaage leicht bestätigen: die Wärmepumpe neigt sich mit fast einem Grad in den Raum hinein. Wenn die Handwerker die Wärmepumpe ohnehin anfassen müssen, dann können sie das Gerät hoffentlich auch gleich etwas weiter an der Wand platzieren.

Das Grundstück heute abend, von Norden:

Mittwoch, 13. Juli 2011

+173 Tage: die Trockenbauarbeiten gehen weiter

 Heute mittag waren wir auf der Baustelle mit unserem Malermeister verabredet, um noch einige Details für die Ausführung unserer Eigenarbeiten zu erfragen. Außerdem haben wir ihn um ein Angebot für die Ausführung der Tapezierarbeiten gebeten, insbesondere für die Decken. Wenn das Budget es erlaubt, würden wir auch gern wenigstens das Wohnzimmer fachmännisch tapezieren lassen.

Der Maler hat heute vormittag auch den noch ausstehenden Kratzputz an der Hauseingangsseite aufgetragen. Damit kann nun endlich das Gerüst entfernt werden, und wir können dann endlich die Regenwasser-Fallrohre an die Grundleitungen anschliessen lassen.

Nach der gestrigen Anlieferung der Gipskartonplatten haben die Trockenbauer heute begonnen, die Decken und Dachschrägen im Obergeschoss zu verkleiden. Wir haben dann noch abgesprochen, wie die Decken in den Bädern abgehängt werden sollen. Sandra hat heute vormittag Einbaustrahler gekauft, die wir in die Decken einsetzen wollen. Die Trockenbauer werden an den entsprechenden Stellen die Aussparungen herstellen und hinter jedem Strahler zum Schutz der Dampfsperrfolie eine Gipskartonplatte setzen. Die beiden Bilder unten zeigen Linnéas Zimmer und unser Schlafzimmer:


Neben den Halogen-Einbaustrahlern für die Bäder hat Sandra auch kleine LED-Einbaustrahler für die Treppe ausgesucht und gekauft. In der Wandwange der Treppe werden wir eine integrierte Beleuchtung für jede zweite Stufe erhalten.

Unser Haus und Grund heute mittag, von Norden:

Dienstag, 12. Juli 2011

+172 Tage: Blower-Door-Test und Wärmepumpe

Der letzte Blogeintrag ist nun schon anderthalb Wochen alt. Das liegt leider nicht daran, dass wir mit dem Bloggen nicht hinterher kämen, sondern daran, dass sich in der letzten Woche wieder einmal nicht viel getan hat. Das Gerüst ist umgebaut worden, damit die Maler den Kratzputz auf der Hauseingangsseite aufbringen können. Die Elektriker haben einen Teil der Unterputzdosen mit Einsätzen versehen, und der Trockenbauer hat als Vorbereitung auf den Blower-Door-Test einige Arbeiten durchgeführt, die zur Luftdichtigkeit der Hülle beitragen sollen.

Unser Bauleiter hatte uns letzten Montag den vergangenen Mittwoch als Termin für den Blower-Door-Test genannt. So kurzfristig hatte unser Baugutachter allerdings keine Zeit. Der ausgehandelte Ersatztermin am letzten Freitag ist dann geplatzt, weil der Blower-Door-Tester eine Terminüberschneidung übersehen hatte. Als neuen Termin hatten wir dann den heutigen Tag zugesagt bekommen, wo auch unser Gutachter anwesend sein konnte.

Wir waren also heute gegen viertel nach Acht im Haus, wo die Trockenbauer bereits zu zweit am Werk waren. Gegen halb Neun kamen dann auch der Blower-Door-Test-Experte, unser Bauleiter und unser Gutachter dazu. Nach der Montage der Meßvorrichtung in der Hauseingangstür wurde dann zunächst ein Unterdruck von rund 50 Pa hergestellt, das entspricht etwa Windstärke 5. Dann ging es mit einem Luftgeschwindigkeitsmesser und mit bloßen Händen auf die Suche nach eventuellen Leckstellen in der luftdichten Gebäudehülle. Die diversen Unterputzdosen in den Außenwänden waren ohne Befund, ebenso auch die Fenster und Rolladenkästen. Eine Leckstelle in der Dampfsperrfolie kam zutage, konnte aber gleich mit Klebeband verschlossen werden, und neben der Fensterbank unter dem Garderobenfenster ist wohl ein Hochlochziegel nicht ordentlich vermörtelt worden. Diese Leckage soll mit einer ohnehin erforderlichen Silikonfuge verschlossen werden.


Nach der Leckagesuche wurden noch zwei Messungen mit einem definierten Unter- bzw. Überdruck durchgeführt. Das zur Aufrechterhaltung der Druckdifferenz erforderliche Luftvolumen wurde protokolliert und in eine Luftwechselrate umgerechnet. Nach der aktuellen EnEV darf bei Gebäuden mit Lüftungsanlage maximal das 1,5-fache des Gebäude-Luftvolumens pro Stunde durch Undichtigkeiten ausgetauscht werden. Mit einer Luftwechselrate n50 von 0,75/h für die Unterdruck- und 0,8/h für die Überdruck-Messung hat unser Haus diese Anforderung deutlich unterboten und kommt damit schon dem Passivhaus-Standard nahe (hier wird ein n50 von 0,6/h gefordert). Laut Aussage unseres Bauleiters ist das das beste Ergebnis, das er persönlich bisher erlebt hat.

Neben dem erfolgreichen Blower-Door-Test gab es auch endlich wieder mal nennenswerte Baufortschritte zu verzeichnen. Es war eine erfrischende Abwechslung, Trockenbauer, Elektriker und Sanitärhandwerker gleichzeitig im Haus arbeiten zu sehen. Nachdem die Luftdichtheit der Dampfsperre für gut befunden worden war, konnten die Trockenbauer daran gehen, Decken, Dachschrägen und das Dachfenster in der Gallerie mit Gipskartonplatten zu verkleiden. Etwas Verwirrung gab es um das Innenfutter für das Dachfenster im Kinderbad. Hier hatten wir auf Anraten unseres Gutachters ausdrücklich die Verwendung eines Kunststoff-Innenfutters von Velux festgelegt, um Schimmelbildung aufgrund von Tauwasserbildung zu vermeiden. Die Zimmerleute hatten die entsprechenden Teile zusammen mit den Dachfenstern geliefert und auf dem Spitzboden beiseite gelegt. Die Trockenbauer wussten nichts davon und haben so etwas auch bisher nie montiert.

Einer der Elektriker hat den Außenfühler für die Wärmepumpe an eine andere Stelle verlegt. Letzte Woche war das Kabel für den Fühler nach außen gelegt worden, allerdings ausgerechnet etwa 30 cm unterhalb der Abluftöffnung für die Wärmepumpe. Da an dieser Stelle nicht unbedingt korrekte Meßwerte zu erwarten waren, wurde der Fühler auf eine neue Position oberhalb der Abluftöffnung knapp unter der Traufe verlegt.

Die schwerste Arbeit hatten die beiden Sanitärhandwerker, die mit der heute morgen gelieferten Wärmepumpe kämpfen mussten. Zwar war die Wärmepumpe in Funktionmodul und Speichermodul zerlegt, aber trotzdem waren die Bauteile jeweils noch 150-200 kg schwer und mussten mit Hilfe einer Sackkarre ins Haus bugsiert werden. Anschliessend wurden die beiden Teile miteinander verbunden und an die Heizung angeschlossen. Eigentlich hatte unser Bauleiter uns auch die Lieferung der Wämepumpe schon für den vergangenen Dienstag angekündigt, da hatte sich aber nichts getan.

Als wir dann heute abend noch einmal ins Haus kamen, um die frisch gekauften OSB-Platten für den Spitzboden abzuladen, brummte die Wärmepumpe bereits munter vor sich hin. Nur die Lüftungsanlage fehlt noch, die soll in den kommenden Tagen komplettiert werden. Dann erst wird die Dämmung auf der Dachgeschoss-Decke vervollständigt, und danach können wir dann die OSB-Platten verlegen.

Sehr ärgerlich: die Wärmepumpe steht deutlich weiter mitten im Raum als vereinbart. Ursprünglich sollte das Gerät nur etwa 30 cm von der Wand entfernt stehen, damit eine rückseitige Wartungsöffnung zugänglich bleibt. Dann hieß es heute morgen ,dass mindestens 40 cm Abstand vom Strom-Hausanschlusskasten erforderlich seien. Tatsächlich steht die Wärmepumpe nun 54 cm vor dem Hausanschlusskasten, und auf der anderen Seite des Raumes bleiben nur etwa 110 cm Platz. Wenn man nun 60cm für Waschmaschine/Trockner abrechnet, ergibt sich ein Durchgang von gerade einmal 50 cm. Das hatten wir so nicht abgesprochen. Das linke Bild unten zeigt den Abstand zwischen Wand und Wärmepumpe, das rechte zeigt von der anderen Seite einige Details der Hausanschlüsse hinter der Wärmepumpe.


Nach den diversen Verzögerungen der vergangenen Monate haben wir dann unseren Bauleiter noch einmal darauf angesprochen, ob der zugesagte Einzugstermin Ende der ersten Augustwoche noch Bestand hätte. Unser Bauleiter wollte uns daraufhin auf "Mitte bis Ende August" vertrösten, mit Hinweis auf längere Frostperioden sollte dieser Termin noch innerhalb der Bauzeitgarantie (Fertigstellung innerhalb von sechs Monaten ab Fertigstellung der Fundamentplatte am 4.2.) liegen. Wir haben dem energisch widersprochen, und nach unseren Aufzeichnungen ergeben sich nur neun Arbeitstage, an denen tatsächlich aufgrund von Frost eine Zwangspause eingelegt werden musste.

Damit  müsste das Haus bis zum Ende der zweiten Augustwoche übergeben werden. Immerhin haben wir noch eine ganze Menge an Eigenleistungen zu erbringen, damit das Haus tatsächlich bewohnbar wird, und wir wollen, dass unser Sohn gleich zu Beginn des neuen Schuljahres in seine neue Schule gehen kann. Im Übrigen haben wir nach der ursprünglichen Ankündigung unseres Bauleiters unsere Wohnung zum 31.8. gekündigt. Wenn wir erst Ende August ins Haus kämen, dann bliebe uns kaum Zeit für den Umzug und erst recht nicht für die Renovierung der Mietwohnung.

Das Grundstück heute, von Norden:

Freitag, 1. Juli 2011

+161 Tage: die ersten Fliesen sind verlegt

Gestern am späten Nachmittag waren Sandra und ich auf der Baustelle mit unserem Fliesenleger verabredet. Wir haben uns dann anderthalb Stunden lang ausführlich über die Verlegung der diversen Fliesen unterhalten. Währenddessen hat ein zweiter Fliesenleger auch gleich die ersten Fliesen verlegt - auf dem Estrich für die Wärmepumpe. Die soll am kommenden Dienstag angeschlossen werden, und wenn erstmal 600 kg Wärmepumpe im HWR stehen, bekommen wir da natürlich keine Fliesen mehr drunter geschoben.... Im HWR lassen wir wie auch in der Diele, der Küche, der Garderobe und dem Gäste-WC anthrazit durchgefärbtes, kalibriertes Feinsteinzeug in Schieferoptik legen.


Die Bodenfliesen im Erdgeschoss waren schnell abgehandelt: wilder Verband, anthrazit verfugt, mit möglichst kleinen Fugen. Im Gäste-WC und besonders in den Bädern im OG haben wir uns dann deutlich länger aufgehalten, denn hier hatten wir bereits im Vorfeld sehr genaue Vorstellungen dasvon, welche Fliesensorte wohin soll, und das mussten wir nun erst einmal erklären. Für das Kinderbad haben wir sogar gestern abend noch eine Zeichnung erstellt, um kenntlich zu machen, wo die grünen Glasfliesen als Einleger in die Bodenfliesen integriert werden sollen. Das Kinderbad darf schon etwas bunt sein, aber Fliesen mit kindlichen Dekoren wollten wir lieber nicht, sonst müssen wir die in ein paar Jahren austauschen, wenn die Kinder groß sind und/oder sich daran satt gesehen haben.

Heute habe ich noch ein paar teure Türen bestellt: die Tür zwischen HWR und Küche wird nun als Schallschutztür ausgeführt, und für die Doppeltür zwischen Diele und Wohnzimmer haben wir uns für schicke Halbglastüren mit einem Glaseinsatz in parsol grau entschieden. Außerdem hat der Trockenbauer heute die Verkleidungen für die beiden Dachfenster angebracht. Bilder davon gibt es dann im Laufe des Wochenendes.

Das Grundstück gestern am frühen Abend, von Norden: